Wer ist der beste deutsche Linksverteidiger 2026? Das Top 20-Ranking
Linke Außenverteidiger aus Deutschland haben es in der Vergangenheit häufig in die Weltklasse geschafft. Denken wir etwa an Topspieler wie Karl-Heinz Schnellinger, Paul Breitner, Hans-Peter Briegel oder Andreas Brehme. Zuletzt sah es hier leider nicht mehr so gut aus. Schon bei der erfolgreichen Weltmeisterschaft 2014 musste mit Benedikt Höwedes ein gelernter Innenverteidiger links aushelfen. Es ist eben auch eine schwierige Position, auf der offensive Flankenläufe und Torvorbereitungen ebenso gefragt sind, wie hartes, kompromissloses Abwehrverhalten. Wer derzeit der beste deutsche Linksverteidiger ist und wie seine Konkurrenten heißen, wird hier vorgestellt.
1. David Raum
Rasenballsport Leipzig
10 Punkte
David Raum ist der beste deutsche Linksverteidiger 2026. Auch wenn Bundestrainer Julian Nagelsmann offenbar Nathaniel Brown für die Weltmeisterschaft den Vorzug gibt, führt Raum dieses Ranking im Juni an. Denn er war der formstärkste linke Außenverteidiger der Bundesliga und hat auch im Nationalteam überzeugt. Für die Leipziger gelangen dem Kapitän allein elf Torbeteiligungen in der Liga. Zu Jahresbeginn zählte er mit 11 Punkten sogar zu den zehn weltbesten Linksverteidigern.
2. Maximilian Mittelstädt
VfB Stuttgart
10 Punkte
Auf ähnlich hohem Niveau hat Maximilian Mittelstädt in der letzten Zeit gespielt. Deshalb ist er auch nur sehr knapp nach David Raum der beste deutsche Linksverteidiger. Der langjährige Berliner hat in der vergangenen Saison sehr starke Partien für den VfB Stuttgart absolviert. Insbesondere glänze er in der Hinrunde auch in der Europa League. Dass er trotzdem nicht für die Weltmeisterschaft nominiert wurde, ist schwer nachvollziehbar.
3. Nathaniel Brown
Eintracht Frankfurt
10 Punkte
Direkt vor der Veröffentlichung dieser Rangliste schien Nathaniel Brown den Kampf um den Stammplatz links hinten in der Nationalelf gewonnen zu haben. Für den Bundestrainer ist der Amberger offenbar der beste deutsche Linksverteidiger. Er konnte seine Chance in den Testspielen kurz vor der Weltmeisterschaft nutzen. Dies erstaunt schon etwas, da er keine so starke Saison hinter sich hat wie seine beiden Konkurrenten aus Leipzig und Stuttgart. Allerdings lag dies auch in erster Linie daran, dass sein Club Eintracht Frankfurt unter Albert Riera eine sehr schwache Rückrunde gespielt hat.
4. Robin Gosens
AC Florenz
7 Punkte
Weiterhin ein guter, aber kein herausragender Linksverteidiger mehr, ist Robin Gosens. Seine Leistungen in der Serie A wurden von Guerin Sportivo meist als befriedigend gewertet. Vom internationalen Fußball ist er in Florenz inzwischen jedoch genauso weit entfernt wie von seinen Topleistungen vor ein paar Jahren. Deshalb ist er längst auch kein Thema mehr für die Nationalelf. Seit seinem unglücklichen Wechsel nach Köpenick hat sich seine Karriere größtenteils in die falsche Richtung entwickelt.
5. Hennes Behrens
1. FC Heidenheim
6 Punkte
Einen fast schon kometenhaften Aufstieg hat Hennes Behrens in dieser Saison hingelegt. Er begann die Saison mit vier starken Spielen für die TSG Hoffenheim II in der 3. Liga. Dann verhinderte ein Muskelfaserriss weitere Einsätze in der Hinrunde. Zum Jahreswechsel wurde er nach Heidenheim verliehen, wo er von Anfang an Stammspieler in der Bundesliga wurde und auch zwei Klassen höher voll überzeugte. Nach dem Abstieg der Heidenheimer wird er nun aber wieder in den Kraichgau zurückkehren.
6. Christian Günter
SC Freiburg
6 Punkte
Noch immer ist Christian Günter Kapitän des SC Freiburg. Allerdings ist der 33-Jährige nicht mehr unumstrittener Stammspieler. Die Position des linken Außenverteidigers muss er sich mit dem deutlich jüngeren Franzosen Jordy Makengo teilen. So kam der Ex-Nationalspieler in den vier Viertel- und Halbfinalspielen der Europa League gar nicht zum Einsatz. Im Finale hat Julian Schuster dann aber doch wieder auf ihn gesetzt. Noch können die Breisgauer auf seine Erfahrung nicht dauerhaft verzichten.
7. Max Finkgräfe
Rasenballsport Leipzig
5 Punkte
Nachdem Max Finkgräfe letzten Sommer vom 1. FC Köln zum Dosenclub gewechselt war, brauchte er lange, um sich dort zu etablieren. Erst als Kapitän und Nationalspieler David Raum sich am Saisonende verletzte, schlug doch noch seine Stunde. Die Chance der letzten fünf Spiele nutze er dann nicht überragend, aber konnte zumindest gut auf Bundesliganiveau mithalten.
8. Tom Rothe
1. FC Union
5 Punkte
Die großen Hoffnungen, die man in Köpenick in Tom Rothe gesetzt hat, konnte der ehemalige Dortmunder bisher nicht erfüllen. Immerhin fünf Millionen Euro Ablöse hatte er gekostet. In der vergangenen Saison reichte es aber nur für zehn Begegnungen in der Bundesliga in der Startformation. Dies lag zum einen an einer Verletzung, aber auch an seinen eher durchschnittlichen Leistungen.
9. Jonas Föhrenbach
1. FC Heidenheim
5 Punkte
Seit Jahren ist Jonas Föhrenbach ein verlässlicher Außenverteidiger beim 1. FC Heidenheim. Im Januar bekam er aber mit Hennes Behrens einen Konkurrenten auf der linken Seite, der ihm inzwischen den Rang schon fast abgelaufen hat. Daher stellte ihn Trainer Frank Schmidt in den letzten acht Spielen der Saison als Innenverteidiger auf. Dort machte er seine Sache in einer oft schwachen Abwehr durchaus ordentlich.
10. Aaron Zehnter
VfL Wolfsburg
5 Punkte
Als Aaron Zehnter vor einem Jahr aus Paderborn nach Wolfsburg gewechselt ist, wollte er langfristig Bundesliga spielen. Nun ist sein aktueller Verein abgestiegen und sein ehemaliger aufgestiegen. Sehr unglücklich für ihn. Seine eigenen Leistungen waren meist in Ordnung, wobei er nicht so glänzen konnte wie vorher in der 2. Bundesliga. In der U21-Nationalmannschaft kam er zuletzt auch nicht mehr zum Einsatz.
11. Luca Netz
Nottingham Forest
5 Punkte
Den großen Sprung in die Premier League hat der gebürtige Berliner Luca Netz im Februar gewagt. Von Borussia Mönchengladbach ging es zum international spielenden Club Nottingham Forest. Dort kam er allerdings erst zum Saisonende wirklich zum Zug. Für die Europa League wurde er gar nicht erst berücksichtigt. Ob er sich auf Dauer in der Premier League durchsetzen kann, wird erst die nächste Saison zeigen.
12. Lukas Ullrich
Borussia Mönchengladbach
5 Punkte
Auch der direkte Konkurrent von Luca Netz hatte es in Mönchengladbach in dieser Saison schwer. Genau wie der jetzige England-Legionär kam Lukas Ullrich ursprünglich aus der Jugendakademie von Hertha BSC an den Bökelberg. Seine Leistungen waren jedoch in dieser Spielzeit selten gut. Da war er schon einmal deutlich weiter. Nur in der U21-Nationalelf konnte er voll überzeugen.
13. Kai Wagner
Birmingham City
5 Punkte
In Deutschland ist der aus der Jugend des SSV Ulm stammende Kai Wagner kaum bekannt. Denn er hat sieben Jahre in Philadelphia gespielt. Dabei hat er sich in den USA einen Namen als starker Linksverteidiger gemacht. Zum Jahresbeginn ist er dann in die Championship, die zweite englische Liga, nach Birmingham gewechselt. Hier konnte sich der ehemalige Würzburger ähnlich gut behaupten wie vorher jahrelang in der Major League Soccer.
14. Chima Okoroji
FC St. Gallen
5 Punkte
Eine herausragende Saison mit dem FC St. Gallen hat Chima Okoroji hinter sich. Mit seinem Verein wurde er Vizemeister hinter dem Überraschungsmeister FC Thun und zusätzlich noch Pokalsieger der Schweiz. Drei Tore und drei Vorlagen konnte der aus der Jugend des FC Bayern stammende Münchener direkt zu den Erfolgen beisteuern. In Deutschland hatte er vor seiner Schweizer Zeit aber auch immerhin über 100-mal in der 2. Bundesliga gespielt.
15. Frans Krätzig
FC Salzburg
5 Punkte
Kurzzeitig war Frans Krätzig in Deutschland ziemlich bekannt, zeitweise sogar sehr populär, als er in der Bundesliga siebenmal für den FC Bayern spielte und anschließend nach Heidenheim ging. Jetzt ist er beim FC Salzburg gelandet. Hier wurde er viermal in der Europa League eingesetzt und war Stammspieler in der österreichischen Bundesliga. Sieben Assists gelangen ihm in der Liga.
16. Louis Oppie
FC St. Pauli
5 Punkte
Bei der sensationellen Bielefelder Erfolgsgeschichte im DFB-Pokal der vorletzten Saison stach besonders Louis Oppie hervor. Deshalb verpflichtete ihn der FC St. Pauli für die 1. Bundesliga. Hier konnte er den Abstieg aber auch nicht verhindern. Ihm gelang als linker Läufer keine einzige Torvorlage, einmal traf er immerhin selbst.
17. Lasse Günther
SV Elversberg
4 Punkte
Lasse Günther heißt der beste deutsche Linksverteidiger der 2. Bundesliga. Am historischen Aufstieg des Dorfclubs SV Elversberg hatte der ehemalige Augsburger mit acht Assists einen großen Anteil. Jetzt sieht man, weshalb der gebürtige Münchener mehr als 20 Jugendländerspiele für Deutschland bestritten hat. Der Sprung in die Bundesliga dürfte ihm gelingen.
18. Lars Ritzka
FC St. Pauli
4 Punkte
Noch etwas schwächer als sein Konkurrent Louis Oppie präsentierte sich Lars Ritzka beim FC St. Pauli. Auf der linken Defensivposition konnte er in dieser Saison kaum Impulse setzen, war im Abwehrverhalten zudem ähnlich überfordert wie seine Mitspieler. So langte es für die ganze Mannschaft nicht in der Bundesliga.
19. Alexander Nollenberger
1. FC Magdeburg
4 Punkte
Nach Lasse Günther war Alexander Nollenberger in der vergangenen Spielzeit der beste deutsche Linksverteidiger der 2. Bundesliga. Beim 1. FC Magdeburg gehörte der erfahrene Memminger zu den herausragenden Spielern. Dies ist umso bemerkenswerter, da er in den Jahren vor seinem Engagement in Magdeburg nur unterklassig in Bayern gespielt hatte.
20. Tim Handwerker
Arminia Bielefeld
4 Punkte
Zum Klassenerhalt von Arminia Bielefeld konnte Tim Handwerker als linker Außenverteidiger mit viel Offensivdrang gleich 12 Scorerpunkte in 23 Spielen beitragen. Da hat sich die ablösefreie Verpflichtung des früheren U21-Nationalspielers aus Regensburg wirklich mehr als gelohnt. Er gehörte zu den positivsten Überraschungen der 2. Bundesliga.
Ebenfalls 4 Punkte erhielten folgende deutsche Linksverteidiger:
Vitalie Becker
FC Schalke 04
Tobias Mohr
Standard Lüttich
Maurice Neubauer
Hannover 96
Mika Haas
1. FC Kaiserslautern
Mats Köhlert
Bröndby IF
Jannes Horn
Rapid Wien
David Herold
Karlsruher SC
Maximilian Wittek
VfL Bochum
FAQ
Wer ist der beste deutsche Linksverteidiger?
Der beste deutsche Linksverteidiger ist David Raum von RB Leipzig, dicht gefolgt von Maximilian Mittelstädt aus Stuttgart.
Wer sind die besten deutschen Linksverteidiger?
Die besten deutschen Linksverteidiger sind David Raum (RB Leipzig), Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart) und Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt).
Wer sind die besten deutschen Linksverteidiger der 2. Bundesliga?
Die besten deutschen Linksverteidiger der 2. Bundesliga sind Lasse Günther von der SV Elversberg, Alexander Nollenberger vom 1. FC Magdeburg und Tim Handwerker von Arminia Bielefeld.

Seit Mitte der 1980er Jahre verfolgt der Journalist (seit über 20 Jahren Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband DJV) den nationalen und internationalen Fußball intensiv. Er verfügt über ein großes Archiv an Artikeln, Fachzeitschriften und Büchern zu einzelnen Spielern und Mannschaften. In seiner Magisterarbeit „Der Weg vom Sportereignis zum Fernseh-Event“ hat er sich an der Freien Universität Berlin zudem auch ausführlich mit wirtschaftlichen Aspekten des Profifußballs beschäftigt.
